Schmerzbehandlung

Zur Behandlung von akuten und chronischen Weichteilschmerzen hat sich die fokussierte Hochenergie-Stoßwellentherapie seit Jahren bewährt. Die Wellen, ähnlich dem Ultraschall, jedoch mit hoher Frequenz und Energiedichte erreichen gezielt knochennahe Schmerzbereiche des Haltungs- und Bewegungsapparates und bieten bei vielen Indikationen eine wirksame Alternative zum operativen Eingriff.

Folgende Beschwerden können mit der fokussierten Stoßwellentherapie behandelt werden:

Medizinische Bezeichnung Allgemeiner Sprachgebrauch
Achillodynie Schmerzhafte Achillessehne
Bursitis subacromialis Schleimbeutelentzündung an der Schulter
Bursitis trochanterica Schleimbeutelentzündung am seitlichen Oberschenkel
Dorsaler Fersensporn Dorsaler Fersensporn
Epicondylitis humeri radialis Tennisarm
Epicondylitis humeri ulnaris Golferarm
Haglund-Ferse Verkalkung am Achillessehnenansatz
Osteochondrosis dissecans Gelenkmaus, Knochennekrose
Plantarfasziitis Fersensporn
Pseudarthrose Verzögerte Knochenbruchheilung
Tendinitis calcarea Kalkschulter

Die ambulante Therapie

Die Therapie mit der fokussierten Stoßwellentherapie erfolgt stets ambulant und dauert ca. 5 – 20 Minuten. Zur Behandlung werden je nach Indikation 450 bis 2.000 Stoßwellen appliziert. Die Ortung erfolgt über einen Röntgen-C-Bogen oder über Laser, so dass die Stoßwellen präzise an der erkrankten Stelle wirken. Dadurch kommt es zu einer Aktivierung und Beschleunigung von Heilungsvorgängen. Im Knochen kommt es zu einer Knochenneubildung. Verkalkungen in Sehnen können sich auflösen und chronische Schmerzzustände, möglicherweise durch eine direkte Wirkung auf die Schmerzfasern, beseitigt werden. Die Stoßwellentherapie ist nichtinvasiv. Daher werden dem Patienten die Belastungen eines chirurgischen Eingriffs erspart. Konkret: Es entstehen keine Operationsnarben und postoperativen Infektionsgefahren.

Durchführung der Therapie

    • In der Regel wird die Behandlung mit lokaler Anästhesie durchgeführt und dauert zwischen 5 und 20 Minuten.
    • Nach einer kurzen Ruhe- und Beobachtungsphase kann der Patient wieder nach Hause gehen.
    • In seltenen Fällen tritt einige Stunden nach der Behandlung ein lokaler Schmerz auf. Ist dies der Fall, sollte der Patient kühlende Umschläge machen und eine Schmerztablette zur Einnahme bereithalten.
    • Selten treten Blutergüsse auf, die nach einigen Tagen abklingen.
    • Weitere Nebenwirkungen traten bisher nicht auf.
    • In der Regel sind 1 bis 3 Behandlungen im Abstand von ca. 4 Wochen für eine erfolgreiche Therapie ausreichend.
    • Dem Patienten wird empfohlen, sich mit allen Fragen an seinen behandelnden Arzt zu wenden.